Das Wort «Sport» hat eine bemerkenswerte, jahrhunderetelange Reise hinter sich. Disportare hiess es noch im Spätlateinischen und bedeutete so viel wie «sich zerstreuen», wörtlich «sich wegtragen» (vom Alltag). Im Altfranzösischen folgte das Wort «se desporter» («sich die Zeit vertreiben», «sich amüsieren»). Über das anglonormannische Englisch gelangte das Wort im 14. Jahrhundert nach England, wo es zu «disport» mutierte und später durch Aphärese auf «sport» verkürzt wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert beschränkte sich der Begriff im Englischen überwiegend auf körperliche Aktivitäten im Freien: Reiten, Jagen, Fischen. Von dort fand das Wort im 19. Jahrhundert ins Deutsche und bezeichnet bis heute allgemein intensive körperliche Betätigung und Wettkämpfe.
Der verkürzte und in seinem Sinn gewandelte englische Begriff «sport» taucht im Deutschen erstmals am 9. Oktober 1828 bei «Briefe eines Verstorbenen» bei Fürst Pückler-Muskau auf. Darin heisst es: «Sport ist ebenso unübersetzbar wie Gentleman». Auch Johann Georg Kohl (1808–1878) charakterisiert in «Land und Leute der britischen Inseln» (1844) den Ausdruck Sport als fremdes Sprachgut. «Wir haben für dieses Wort kein entsprechendes und sind daher fast gezwungen, es in unsere Sprache aufzunehmen.»
Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bürgert «Sport» sich fest ein und entwickelt sich etwa seit dem letzten Viertel zum beliebten Schlagwort für alle möglichen Leibesübungen.
Mit dem Sport ist das so eine Sache. Die einen sind süchtig danach, andere machen einen grossen Bogen wenige um den Begriff als die Aktivität. Für die Mitte(ndrin) fällt die Entscheidung schwer, weil es so viele Sporte gibt. Allein das Bundesamt für Sport (BASPO) listet in der Schweiz Dutzende offizielle Sportarten auf. Weltweit gibt es über Tausende verschiedene Sportarten, da es keine feste oder universell anerkannte Obergrenze gibt. Hunderte von Sportarten sind hier gelistet.. Bei den Olympischen Spielen gibt es typischerweise rund 40 bis 45 Kernsportarten.
Nicht die beliebtesten (Fussball, Leichtathletik, Tennis etc.), möglichst ausgefallen, andersartig, auch einzigartig müssen sie sein, die Sportarten: Fierljeppen - Airboarding - Plogging - Hyrox - Trailrunning - Rope Skipping - Pfahlsitzen - Parkour - Slackline… Besser wäre, es gibt sie noch gar nicht, und wir wären die Pioniere: etwa beim dwarf-tossing oder Pi-Sport… gibt es beide auch schon, wobei Pi-Sport ethisch weniger anrüchig und bei weitem herausfordernder sein dürfte als das Zwergenwerfen. Der aktuelle Rekord im Pi-Sport liegt bei 108000 Nachkommastellen in 30 Stunden. Der Weltrekordversuch begann am 3. Juni 2005 um 18:00 Uhr und wurde am 5. Juni 2005 um 0:00 Uhr erfolgreich beendet. Über 360 Leser lasen jeweils 300 Nachkommastellen der Zahl π. Organisiert wurde der Weltrekord vom Mathematikum in Giessen. Das Auswendiglernen der Zahl Pi im übrigen ist die beliebteste Möglichkeit, das Merken langer Zahlen unter Beweis zu stellen. Für das Memorieren werden spezielle Mnemotechniken angewandt.